Faschings-Skifahren in der Skiregion Dachstein-West

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Skifahren ist Freiheit auf zwei Brettl

„Skifoarn is des leiwaundste, des ma sich grod vurstölln kann!“ Wolfgang Ambros schrieb sich mit diesem Hit in die Herzen der Skifahrer. Auch ich bin begeisterte Skifahrerin und liebe es, die Pisten hinunter zu sausen. Vielleicht begleiten Sie mich ja einmal beim Skifahren in der Skiregion Dachstein-West – zumindest durch das Lesen dieses Blogs. Und, so wie es Wolferl Ambros schon im Lied in seinem Wiener Dialekt gemacht hab, werde ich mal probieren, ob sowas auch bei mir klappt. Ist ja eh (noch) Fasching … 😉 Also viel Spaß beim Lesen und Übersetzen – eine kleine Hilfe sei am Ende hinzugefügt.

 

Auffi muas i!

Gestern hat es den ganzen Tag richtig buchit, und heute liegt ein Riedl Schnee auf der Piste. Die Pistnwoizn war schon unterwegs und hat den Schnee schön otoait, wie ein Teppich liegt die Piste vor mir.

Friara war es schwieriger, als Kinder mussten wir noch eine Leitn auffitrettln und haben uns dabei ordentlich gschundn. Mit der Donnerkogelbahn geht es drawig und ist a Trum gfiariga. Oben angekommen lasse ich meinen Blick schweifen – unsere Hoamat ist wunderschön, da wird man fast ein wenig eiwendig dabei.

 

Jetzt aber geht es los: Die Brettln angeschnallt, mit den Stöcken oschiabn – ich liebe es, mit einem richtigen Hodan oichiblattln! In der Früh geht das am besten, da sind noch nicht viele unterwegs. Die Sonne bleagetzt hinter dem Dachstein vor, alles ist still um mich. Oastaramoi passiert es mir, dass ich in diesen Momenten einen Juchiza lasse, so wunderbar ist dieses Gefühl. Hin und her, aufi-iwa, einen Haufen gfiarige Leute sind unterwegs – manche sogar verkleidet!

Nachdem ich ordentlich gefahren bin, blongs mich und ich werde ammerig. Kein Wunder, riecht es doch von der Rottenhofhütte her schon so gut! Also, rein in die gmiatliche Stube und mal schauen, was mir heute auftischt wird. Pofesen stehen auf der Karte! Wunderbar! Sie schmecken saggrisch gut!

Es fällt mir schwer, mich nach dem guten Essen wieder aufrappen, bevor ich fahre, lädt mich der Hüttenwirt Hans auf ein Schnapserl ein, mhm!

Mit Freunden bin ich nach der letzten Fahrt auf a Stiamei bei der Harreit Resi verabredet, eine echte Institution in Annaberg. Vor ihrer Hütte hat sich schon eine Schlange gebildet, denn hier gilt Selbstbedienung. Für jeden nimmt sich die Resi Zeit, vor der Bestellung gibts erst einmal ein Schnapserl: Prost! Hinter ihr siad der weitum bekannte Jagatee, natürlich pippen wir einen!

Oh, schon so spät? Wir haben uns vor lauter Glachta und pfudan ziemlich auf der Hütte vahuckt. Die letzte Abfahrt des Tages ist oft rass und darf nicht unterschätzt werden. Nach dem Opfiatn geht es talwärts, ich widl hinunter, gerate dabei in eine Gloassn und es zbreslt mich im Schnee. Zum Glück hat es niemand gesehen … oder zkugeln sich die Leute unten beim Lift wegen mir? Ich bin aber kein bisserl zkait, das Stürzen gehört zum Skifahren halt einfach dazu.

Zufrieden geht es heimwärts, ein schöner Skitag auch auch einmal ein Ende.

So, hier sind mal meine Übersetzungsversuche:

  • buchit – heftig geschneit
  • Riedl – ein Haufen, eine Menge
  • Pistnwoizn – Pistengerät
  • otoait – verteilt
  • Friara – Früher
  • Leitn – Hang, Hügel
  • auffitrettln – hinauf getreten über die Piste
  • gschundn – geschunden, mühevoll
  • a Trum gfiariga – um einiges toller/besser
  • Hoamat – Heimat
  • eiwendig – innwendig, nachdenklich
  • Brettln – Skier
  • oschiabn – anschieben, anstoßen
  • Hodan – ordentlicher Schwung
  • oichiblattln – hinuntersausen
  • bleagetzt – blinzelt
  • Oastaramoi – Hin und wieder / immer wieder
  • Juchiza – Juhu-Schrei
  • aufi-iwa – oben drüber
  • gfiarig – toll
  • blong – etwas haben wollen
  • ammerig – einen Gusto haben auf etwas
  • gmiatlich – gemütlich
  • auftischt – anbieten, aufgetischt
  • Pofesen – Krapfen, gefüllt mit Zwetschken(Powidl)marmelade
  • saggrisch – sehr, besonders
  • aufrappen – aufrappeln
  • a Stiamei – eine kleine Weile
  • siad – sieden
  • pippen – etwas mehr trinken
  • Glachta – Gelächter
  • pfudan – kichern
  • vahuckt – die Zeit übersehen in einer fröhlichen Runde
  • rass – arg, krass
  • Opfiatn – verabschieden
  • widln – schnell/wild fahren
  • Gloassn – Schneise, Spurrille
  • zbreslt – zerbröselt, hier: gestürzt
  • zkugeln – lachen
  • zkait – enttäuscht/verärgert sein

Übrigens: Vielleicht sehen wir uns ja am Faschingsdienstag beim Straßen-Faschingsfest im Ortszentrum von Annaberg!

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