Ein Palmbuschen besteht aus sieben Pflanzen

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Palmbuschen als Projekt

Aufregung herrscht bei den Enten im Teich! Was ist denn heute los? Vier gut gelaunte Mädchen sind heute zu Besuch.

Im Rahmen ihrer Firmvorbereitung dürfen die Firmgruppen auch ein soziales Projek in Angriff nehmen. Diese Gruppe hat sich dazu entschlossen, beim Palmbuschen-Binden zu helfen. Die Buschen werden dann am Palmsonntag den Gläubigen in Lungötz vor dem Gottesdienst zum Verkauf angeboten. Der Reinerlös kommt sozialen Projekten der Kirche zugute.

Eigentlich sind sie ja zu fünft: Doris, Kristin, Linda, Jenny – und Jana. Leider ist Jana krank geworden, aber die vier anderen binden fleißig für sie mit. Einige Buschen sind schon fertig und die Mädels rasten kurz in der Sonne.

Schön sind die Palmbuschen geworden. Beim näheren Betrachten fällt auf, dass verschiedene Kräuter und Pflanzen in einem Buschen beinander sind. „Insgesamt sollen sieben Pflanzen in einem Palmbuschen sein“, erklärt unsere Mesnerin Kathi, die den Mädchen bei ihrer Arbeit hilft. Zum Glück wächst alles, was benötigt wird, im Garten von Anni Obermoser, wo jedes Jahr gebunden werden darf. Anni erklärt die „Zutaten“: „Zweige der Salweide natürlich, mit ihren kuscheligen Kätzchen. Dann Buchs, Thuje, Efeu, Eibe, Stechpalme und Kranawettn.“ Kranawettn? Mesnerin Kathi eilt zu Hilfe: „Das ist ein alter Ausdruck für Wacholder.“

Diese Pflanzen haben alle eine starke Beziehung zum Volksglauben und zur Volksmedizin: Die Salweide ist ein Zeichen für Auferstehung und Neubeginn. Der Buchs ist ein Symbol des Lebens, ebenso wie die immergrüne Thuje; Efeu ist Zeichen für Ewigkeit und Treue; Eibe wiederum steht für Veränderung und Transformation. Die Stechpalme verspricht Schutz und spirituelle Führung, der Wacholder (Segenbaum) ist ein Lebendigmacher.

Zum Schluss werden die Pflanzen noch mit einem „Bindgascht“, einer Weidengerte, zusammen gebunden. Diese ist zwar biegsam, aber man braucht ganz schön Kraft, um sie so um den Buschen zu binden, damit alles schön fest beisammen ist. Fertig! Jetzt holt Mesnerin Kathi noch weitere Buchszweiglein aus Annis Garten. In der Küche binden die Firmlinge an jedes Zweiglein eine Grußkarte, die am Palmsonntag an alle nach der Prozession ausgeteilt werden. Ganz schön viel Arbeit!

Zwischendurch wird noch erklärt, was es mit dem „Palmesel“ auf sich hat. Nun, wer am Palmsonntag als letzter aufsteht, bekommt den Titel „Palmesel“ verliehen. Also empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass man am Sonntag nicht gerade zum Schluss aus den Federn kommt. Apropos: Inzwischen ist am Teich wieder Ruhe eingekehrt. Die Buschen sind gebunden und werden transportfähig eingepackt, die Enten putzen sich in der Frühlingssonne ihr Gefieder – man will doch schön sein, für den Palmsonntag …

 

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