5 Tipps für eine frische Abkühlung

Sommer, Sonne, Hitze – und viel kühles Nass!

Frisches Bächlein am Höhenweg Annaberg-Lungötz

Hört Ihr das? Wasser! Fröhlich plätschernd kommt es direkt aus dem Berg, lässt die Pflanzen grünen und blühen – und belebt auch mich auf meiner Wanderung. Es ist Sommer, eine herrliche Jahreszeit! Bei den momentan herrschenden Temperaturen empfiehlt es sich, die Wanderung früh morgens einzuplanen, denn um diese Zeit gibt es auf der Alm noch wunderbar frische Luft und ich atme so richtig durch: „Ahhhh!“

Sehr hitzekompatibel bin ich leider generell nicht und so suche ich mir gerne ein kühles, schattiges Plätzchen. Euch geht es auch so? Dann gebe ich Euch hiermit ein paar Tipps, wo man in und um Annaberg-Lungötz ein wenig Abkühlung bekommt.

 

Der „Kumpfbrunnen“ in Annaberg

Die erste Erfrischung erwartet uns direkt im Ortszentrum von Annaberg. Der international renommierte Künstler Prof. Gottfried Kumpf wurde am 29. November 1930 hier in Annaberg geboren, eine Straße im Ort ist nach ihm benannt. Prof. Kumpf ist seinem Geburtsort immer noch in besonderer Weise zugetan und so spendierte er Annaberg eine Skulptur für den Vorgarten der Neuen Mittelschule. Was würde hier besser passen als das Symbol für die Weisheit, die Eule? Der „Eulenbrunnen“ oder „Kumpfbrunnen“ wurde nach den Entwürfen des Künstlers gestaltet, die Skulptur schenkte Prof. Kumpf der Gemeinde. Ein netter Platz zum Entspannen, Plaudern und eine Erfrischung für Hände und Gesicht.

Kneippanlage am Höhenweg

Der Höhenweg verbindet die Ortsteile Annaberg und Lungötz. Vom Parkplatz Kopfbergbahn im Ortszentrum von Annaberg geht es zuerst ein Stück Richtung Ortsausgang, nach der Brücke rechts der asphaltierten Straße folgend, geht es von nun an bergauf. Nach gut einer Viertelstunde biegt zweigt der Weg links in einen wunderbaren Wald. Vögelgezwitscher, Kuhglocken und Bienensummen begleiten den Wanderer. Doch halt, ein weiterer Ton mischt sich schon nach kurzer Zeit dazu. Richtig! Das Plätschern eines Wasserrades ist zu hören und gleich darauf ist das Wasserrad auch zu sehen. Nun noch ein kleines Stück weiter und der Wanderer ist an der Kneippanlage. Ein herrlich schattiger Platz, der zum Verweilen einlädt. Die Jause kann gemütlich bei Tisch und Bank genossen werden, daneben versuchen sich ganz Mutige am Kneippen. Das Armbad rät, die Arme ca. 15 Sekunden in das Wasser zu halten, danach die Arme nur ausschütteln. Jetzt geht es ans Eingemachte: Wer traut sich durch die Anlage? Die Tafel gibt Auskunft, wie das wirklich frische Wasser am besten „überstanden“ wird: Immer ein Bein ganz aus dem Wasser nehmen, so kühlt es nie ganz aus. Sabrina und Franz stellen sich der Challenge und machen es vorbildlich:

Der Brunnen vom Untermahd

Vom Parkplatz Mauerreith geht es hinauf zu einigen der schönen Almen rund um Annaberg-Lungötz. Im Gebiet rund um die Mahdalm und den Loseggalmen verbringen die Kühe ihre Sommerfrische mit herrlichem Panoramablick. Auf der einen Seite ragt der Gosaukamm mit der markanten Bischofsmütze auf. Andererseits geht der Blick zu den Niederen und Hohen Tauern – an klaren Tagen schaut sogar der Großglockner, der höchste Berg Österreichs herüber. Das Almgebiet ist leicht zu erreichen, gut 1,5 Stunden ist man auf der Forststraße oder auf dem alpinen Steig unterwegs. Auf halbem Weg gibt es Abkühlung, hier plätschert das Wasser beim Brunnen vom Untermahd. Ein echter Durstlöscher für das Weidevieh. Die Wanderer freuen sich ebenfalls über die frische Abwechslung zwischendurch.

Brunnen Untermahd, im Hintergrund die Bischofsmütze (c)Bernhard Ponemayr

„Brunzerl“ und „Denkerl“

Nicht nur frische Wasser fließen entlang der Wanderwege. In Annaberg-Lungötz haben wir auch einige Kuriositäten zu bieten. Vor einigen Jahren hat unser damaliger Wanderwegbetreuer, Günter Oberauer, die Idee zum „Brunzerl“. Geschickt mit Holz und Werkzeug, baute er ein Männlein zusammen, der am Wegrand zur Stuhlalm und Theodor-Körner-Hütte zu bewundern ist. Vom Parkplatz Pommer erreicht man diese Almen in gut 1,5 Stunden. Die prächtige Gebirgskulisse ist den Anstieg auf jeden Fall wert. Und am Wegesrand steht das lustige „Brunzerl“, das an einer gewissen Stelle „das Wasser plätschern lässt“ … Die ganz vornehmen Wanderer 🙂 gehen rasch vorbei und suchen das „Denkerl“ auf. Diese Figur wurde von einem Künstler aus Holz geschnitzt. Ganz in Gedanken versunken sitzt er auf seinem Podest und philosophiert still vor sich hin.

Waldbad Lungötz

Wer mit den genannten Alternativen noch nicht zufrieden ist, dem kann ich nun noch das idyllische Waldbad in Lungötz empfehlen. Die
Naturbadeanlage ist bei Urlaubsgästen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Mit einer Wasserfläche von 2.000 m², Wasserrutsche und Kinderbecken ist ein lustiger und abwechslungsreicher Badetag für kleine und große Wasserratten garantiert. Eis, Snacks und kühle Getränke gibt es beim Seestüberl.

In und um Annaberg-Lungötz gibt es natürlich noch viele andere schöne Plätze, die mit Wasser zu tun haben. So die mystische „Schwarze Lacke“ im Naturbiotop Gerzkopf, der „Jungbrunnen“ vom Kampenbrunn oder die sagenumwobene „Kopflacke“ samt holzgeschnitztem Mandl. Neugierig geworden? Dann besucht uns doch einmal und erfrischt Euch im Lammertal.

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